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Hörbach kurz beschrieben

  Der Ort Hörbach

Erleben Sie Hörbach – einen Ort mit Kunst und Kultur

Der kleine Ort Hörbach in der im Landkreis Fürstenfeldbruck gelegenen Gemeinde Althegnenberg liegt wunderschön westlich des seit 1985 ausgewiesenen Naturschutzgebiets Haspelmoor.

Ein römischer Grabstein, der 1909 bei Erweiterungsarbeiten an der Westseite der Kirche St. Andreas gefunden wurde lässt den Schluss zu, dass es schon zu Zeiten der Römer um das 2. Jahrhundert herum Besiedlung gegeben haben könnte. Auch gibt es westlich von Hörbach einen vorgeschichtlichen Eisenverhüttungsplatz und einen Grabhügel.

Heute ist Hörbach eines der schönsten Dörfer in Bayern. Im Jahr 2000 gewann Hörbach die Goldmedaille im Oberbayerischen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Im Jahr darauf war es bayernweit immerhin das zweitschönste Dorf im Wettbewerb. Weithin sichtbar steht im Zentrum die Kirche St. Andreas, deren Langhaus zu Zeiten der Romantik erbaut wurde. Als herausragend gilt das lebensgroße Renaissance-Kruzifix aus dem beginnenden 16. Jahrhundert.

Wer von der Kirche aus dem Geruch des guten Essens folgt, der findet schräg gegenüber das Dorfwirtshaus. Hier ist das kulturelle Herz des 1127 erstmals als Huruuuinin, was soviel bedeutet wie Siedlung am sumpfigen Bach, erwähnten Ortes. Durch den Ort schlängelt sich der im Rahmen des Wettbewerbs renaturierte Sandbrunnenbach.

Im hiesigen Wirtshaus trifft man sich nicht nur nach getaner Arbeit. Seit beinahe 40 Jahren gibt es hier exzellente Kleinkunst. Bei dem Hörbacher Montagsbrettl handelt es sich um eine der ältesten Kleinkunstbühnen Bayerns. Für einen Ort der Größe von Hörbach mit rund 320 Einwohnern ist die Programmvielfalt, die hier in Sachen Theater, Musik, Lesungen und Kabarett geboten wird, wohl einzigartig. Alle 5 Jahre, also das nächste mal 2015, feiert man das Jubiläum mit einem mehrtägigen Brettl-Festival bei dem verschiedenste Künstler auftreten. Alljährlich (das nächste mal am 25. Juli 2014) wird der Sommer für ein tolles, musikalisches Sommerfest beim Dorfwirt genutzt. So mancher heute bekannte Künstler hat seine ersten Schritte beim Hörbacher Montagsbrettl gemacht.

Das Hörbach ein Ort der Kultur ist, sieht man auch an dem auf einem Stahlträger ruhenden Wort „Bedenken“. Dieses Kunstwerk war ein Teil des hofmarkArt-Festivals 2010. Ein anderes wurde zu einem Wahrzeichen der Gemeinde Althegnenberg: Der Stahlring. 2015 wird es voraussichtlich wieder ein hofmarkArt-Festival geben.

Wie ihr gerade gelesen habt, haben schon die mittelalterlichen Bewohner die Umgebung von Hörbach als sumpfig, also moorig betrachtet. Entstanden ist das Haspelmoor als sich der Isar-Loisach-Gletscher immer weiter zurück zog. Schon seit 1985 steht der Teil, der südlich der Bahnlinie München-Augsburg zu finden ist, unter Naturschutz. Das Moor ist immer wieder einen Ausflug wert. Es empfiehlt sich allerdings auf den Wegen zu bleiben, um nicht seltene oder Tiere zu schädigen. Zu den besonderen Pflanzen, die hier ihren Lebensraum gehört zum Beispiel die Rosmarinheide oder auch die Weiße Narzisse. Zu den Tieren gehören unter anderem auch Gelbhalsmaus, Biber, Reh und auch Fledermäuse. Auch mehr als 100 Vogelarten haben hier ihr Zuhause. Dazu zählen unter anderem das Wintergoldhähnchen, der Kiebitz, der Grünspecht, Grünspecht, Buntspecht, Zaunkönig oder die Stockente. Dem Schutz dieses besonderen Lebensraums widmet sich der Verein Lebenraum Haspelmoor. Wer mehr über diesen interessanten Lebensraum erfahren möchte, der ist bei diesem Verein richtig gut aufgehoben, denn bei Führungen durch das Moor gibt es allerhand wissenswertes zu erfahren.

Zu dem, was diesen Ort absolut liebenswert macht, gehören auch die hier gepflegten Traditionen. Bayerische, frisch getraute Ehepaare lassen gerne auch fremde wissen, dass sie das Liebesglück gefunden haben. Dazu wird von Freunden oder Verwandten des Paares der Hochzeitsbaum aufgestellt und oft mit Babyklamotten „geschmückt“ um das Paar an den eigenen Nachwuchs zu erinnern. Folgt dann nicht innerhalb von einem Jahr der Nachwuchs, ist es Brauch, dass die Aufsteller des Hochzeitsbaums vom Brautpaar eingeladen werden.

Die Menschen hier sind in der Regel recht bodenständig und freundlich.

Autor: Michael Treichel